Der große Bruder des wilden Fegers (2) sowie die gesamte Pinguingruppe des Kindergartens haben seit einiger Zeit ein Lieblingswort.
Da der wilde Feger nicht taub ist, und sowieso nie etwas an ihm vorbei geht, was an ihm dringend vorbei gehen sollte, hat also auch er seit gestern eine neue hochinteressante Vokabel in seinen aktiven Wortschatz integriert einbetoniert.
/augenverdreh/
Und dieses schöne Wort muss seitdem natürlich auch angewendet werden.
Gern werden dafür Zwiegespräche mit der Mama im stillen Kämmerlein nicht genutzt, sondern das gesammelte Wissen in Gegenwart von Frau Müller- Schulze- Hohenstetter präsentiert:
Alleinverziehend: „Ah, Frau Müller- Schulze- Hohenstetter, wie geht’s?“
Frau MSH: „Gut! Danke und selber?“
Der wilde Feger (mit quietschiger Micky- Maus-Stimme): „Geil!“
Während Frau Alleinverziehend noch damit beschäftigt war, sich selber wieder zu fangen, wurde parallel der halbherzige Versuch gestartet, die Gesichtszüge von Frau MSH wieder in halbwegs normale Geleise zu bringen:
Schockmama Alleinverziehend (süßlich lispelnd): „Ah, kleine Maus: Drei heißt das! Drei!“
Ok. War ein Versuch. Vielleicht etwas schwach. Aber was soll man denn in DER Situation sagen?!
Trotz des darauf folgenden sehr schnellen Abgangs, haben sich Frau MSH und der Rest der Nachbarschaft sehr sicher noch sehr lange diverse Gedanken gemacht, denn der wilde Feger trötete auch im Gehen noch ungefähr 50 Mal sein Wort der Woche herum.
Gern auch im Stakkatotempo und mit einer Lautstärke, die auf einem Fußballplatz angemessen wäre:
„Geil Mama! Deil! Deil!
„Deilgeildeilgeil!“
„GAHEIL!“
Ich glaub, ich träum heut noch davon.
/beim daran Denken immer noch rot werd/

